PRAXISFALL

Wenn eine vorhergesagte Entwicklung tatsächlich eintritt

PRAXISFÄLLE

Wenn komplexe Situationen eine klare Intervention erfordern.

Praxisfälle zeigen, wie Weiss Krisenmanagement komplexe Situationen analysiert, festgefahrene Prozesse strukturiert und konkrete Handlungswege entwickelt.

Die dargestellten Fälle sind anonymisiert und so aufbereitet, dass keine Rückschlüsse auf beteiligte Personen möglich sind.
 

Wenn eine vorhergesagte Entwicklung tatsächlich eintritt.

Ein schulischer Einzelfall entwickelte sich genau in die Richtung, vor der bereits vor Beginn der Beschulung gewarnt worden war.

Die zunächst angestrebte Schulplatzlösung wurde nicht umgesetzt. Das betroffene Kind besuchte zunächst die ursprünglich vorgesehene Schule.

Im weiteren Verlauf traten wesentliche der zuvor benannten Schwierigkeiten tatsächlich ein.

Der bisherige formelle Weg hatte zu diesem Zeitpunkt keine konkrete Lösung hervorgebracht.

Der Fall wurde daraufhin neu analysiert, strukturiert und mit einem klaren Interventions- und Verantwortungsansatz weitergeführt.
 

AUSGANGSLAGE

Vor Beginn der Beschulung bestand die Einschätzung, dass die vorgesehene schulische Situation für das betroffene Kind erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringen könnte.

Dabei wurden unter anderem mögliche negative Auswirkungen auf die schulische Entwicklung und das soziale Umfeld benannt.

Die gewünschte alternative Schulplatzlösung konnte zunächst nicht umgesetzt werden.

Das Kind wurde deshalb zunächst an der ursprünglich vorgesehenen Schule beschult.

Damit begann ein Verlauf, dessen mögliche Risiken bereits zuvor konkret angesprochen worden waren.


ENTWICKLUNG

Im Verlauf des ersten Schuljahres bestätigten sich wesentliche der zuvor beschriebenen Bedenken.

Die schulische Entwicklung verlief nicht wie erhofft. Gleichzeitig entstanden Belastungen, die bereits vor der Einschulung als mögliches Risiko benannt worden waren.

Damit stellte sich die ursprüngliche Entscheidung nicht mehr als theoretische Frage dar.

Die zuvor formulierte Prognose war durch die tatsächliche Entwicklung des Falles überprüfbar geworden.

Es musste eine neue Lösung gefunden werden.

INTERVENTION

Vom festgefahrenen Verfahren zur konkreten Entscheidung.

Der zunächst eingeschlagene formelle Weg hatte trotz wiederholter Kommunikation keine konkrete Lösung hervorgebracht.

Der Fall wurde deshalb unabhängig davon vollständig neu strukturiert.

Dabei wurden insbesondere:

  • der bisherige Verlauf aufgearbeitet
  • vorhandene Informationen und Vorgänge geordnet
  • Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege betrachtet
  • offene Punkte identifiziert
  • konkrete Fristen formuliert
  • klare Anforderungen an die weitere Bearbeitung gestellt
  • die Kommunikation mit den zuständigen Stellen strukturiert

Zusätzlich wurden mögliche rechtliche und haftungsrechtliche Konsequenzen einer weiteren Fehlentscheidung ausdrücklich thematisiert.

Ziel war dabei nicht eine Eskalation um ihrer selbst willen.

Ziel war Verbindlichkeit und eine konkrete Entscheidung.

 

ERGEBNIS

Noch vor Ende der Sommerferien wurde die angestrebte Schulplatzlösung umgesetzt.

Das betroffene Kind konnte an der gewünschten Schule aufgenommen werden.

Rund zwei Monate nach dem Schulwechsel zeigte sich nach Beobachtung der Familie eine deutliche positive Entwicklung.

Das Kind wirkte wieder deutlich ausgeglichener, entwickelte sich schulisch positiv und fand sich in der neuen Umgebung gut zurecht.

Damit konnte eine konkrete Lösung umgesetzt werden, nachdem der vorherige Prozess über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Perspektive geschaffen hatte.

WAS DIESER FALL ZEIGT

Komplexe Situationen lassen sich nicht immer durch weitere Kommunikation lösen.

Entscheidend kann sein, einen Vorgang vollständig neu zu betrachten, Informationen zu strukturieren, Verantwortlichkeiten sichtbar zu machen und aus einer unübersichtlichen Situation einen verbindlichen Entscheidungsprozess zu entwickeln.

ANALYSE
Den tatsächlichen Verlauf erfassen.

STRUKTUR
Informationen, Beteiligte und Verantwortlichkeiten ordnen.

INTERVENTION
Entscheidende Punkte gezielt adressieren.

VERANTWORTUNG
Zuständigkeiten und mögliche Konsequenzen transparent machen.

LÖSUNG
Eine konkrete und umsetzbare Entscheidung herbeiführen.

KOMPLEXE FÄLLE BRAUCHEN KLARHEIT.

Jeder Fall ist anders.

Was jedoch gleich bleibt, ist die Notwendigkeit, komplexe Situationen zunächst zu verstehen, anschließend zu strukturieren und daraus konkrete Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.

 

 

©Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.